Donnerstag, 23. Januar 2014

El Camino de la Muerte - Die Todesstraße

Wenn man schon etwas von Bolivien gehört hat, dann wohl von Evo Morales, dem ersten indigenen Präsidenten, ganz aktuell von Dakar über den Salar de Uyuni oder aber von der Todesstraße.
Früher war diese Straße die einzige Verbindung zwischen La Paz und den Yungas, dem Tropengebiet in der Nähe von La Paz. Diese Straße ist aber nur circa 3 Meter breit, so dass es ziemlich gefährlich wurde, wenn sich zwei Autos entgegengekommen sind. Man kann am Rand der Straße viele kleine Kreuze sehen, die die Angehörigen der Verunfallten aufgestellt haben.
Mittlerweile gibt es aber eine breite und asphaltierte Straße, die statt der Todesstraße genutzt wird.

So ist der "Camino de la Muerte" also mit Fahrrädern befahrbar!
Und genau das haben wir getan - und überlebt!


Gestartet sind wir bei ca. 4700 Meter ü.M. in der eisigen Kälte des Altiplanos (Hochlandes).
Die ersten paar Meter ging es noch über die neue, asphaltierte Straße, im Morgennebel und Nieselregen um nur einige Kurven  und man konnte sich an das Fahrrad gewöhnen. Nebenbei musste man dann noch darauf achten Füße, Zehen und Finger zu bewegen, damit diese nicht durch die Kälte abfallen, aber das ist sicherlich nur ein kleiner Preis, wenn man heil die Todesstraße überstehen möchte...



Auf dem Rad sitzend un die Straße fahrend, fragt man sich zwischendurch schon, wie Autos, Busse und Lastwagen es geschafft haben diesen Weg entlang zu fahren und zu überleben. Für einen Radweg ist es super, aber für Autos?!
Schon das Überholen eines anderen Fahrrads ist abenteurlich, wenn man weiß, dass es knapp 3 Meter daneben mehrere hundert Meter steil abwärts geht.





Nachdem wir den ersten - den kalten - Teil der Strecke geschafft haben, wurde es wärmer und wir konnten einige unserer Klamotten ausziehen und in den Minibus legen, der uns die gesamte Zeit beleitete.

Wärmere Gegend und höhere Luftfeuchtigkeit bedeuten aber leider auch Mücken, also haben wir uns erstmal mit Anti Mücken Spray einsprühen, auf das ich prompt allergisch reagiert habe.




Nur gut, dass es dort überall kleine Wasserfälle und Pfützen gibt, so dass man sich dort auch duschen könnte.

Durch die Pfützen muss man natürlich auch irgendwie fahren und das ist gar nicht so leicht wie es aussieht. Als Reisetipp: Man sollte im Minibus Wechselkleidung und -schuhe haben...
Am Ende konnte man den Tag dann in den Yungas in einem Restaurant mit Pool ausklingen lassen und nach der ganzen Aufregung und Anstrengung ein bisschen entspannen.

Insgesamt sind wir vier Stunden unterwegs gewesen und haben dabei rund 60 Kilometer zurückgelegt und 3000 Höhenmeter überwunden.
Zurück ging es dann aber doch die asphaltierte Straße im Minibus.

Allen in Allem war es ein super Tagesausflug und ein Muss für alle La Paz Besucher. So einen Ausflug kann man nicht alle Tage machen.

Dienstag, 21. Januar 2014

Urlaub die Zweite

Teill 2: Salar de Uyuni


Nachdem wir in Potosi in einer Silbermine waren, sind wir mit dem Jeep und drei peruanischen Mitreisenden auf den Salar de Uyuni gefahren.
Da es geregnet hat, konnten wir leider nicht den kompletten Salar überkreuzen, aber immerhin konnten wir weit genug hinein fahren, so dass es zumindest den Anschein hatte mitten auf dem Salar zu stehen. Der Regen hat aber auch noch den schönen Nebeneffekt, dass sich alles gespiegelt, so wie man auf den Fotos sehen kann.

Der Salar de Uyuni ist mit rund 10.000 km² die größte Salzwüste der Welt. Der Großteil der Salzwüste gehört dem Staat, aber es gibt trotzdem viele Arbeiter, die auf gepachtetem Gebiet Salz abbauen. Das Interessante aber daran ist, dass das Salz nicht weniger wird, sondern von Jahr zu Jahr mehr. Würden sie das Salz also nicht abbauen, würde sonst noch ganz Bolivien zu einer Salzwüste werden!
Auf dem Salar selbst gibt es auch einige Hotels, die komplett aus Salz gebaut wurden.


Nachdem wir den Salar de Uyuni erkundet haben, sind wir auf eine drei Tages Tour mit dem Jeep gestartet.
Wir sind an vielen Lagunen, auf denen man einige Flamingos sehen konnte, aber auch an etlichen "Valles de Roces", also Steintälern, vorbeigefahren.
Die Laguna Colorada, die letzt Lagune auf unserer Tour

Hier stehe ich vor dem berühmten "Árbol de Piedra" (Steinbaum)

Mitten in der Wüste ist unser Jeep stehen geblieben
Wir waren natürlich auch noch auf der Isla del Sol, aber davon kennt ihr ja schon genügend Fotos :)

Meine Schwester ist mit ihrem Freund schon wieder auf dem Heimweg und ich habe gerade Zwischenseminar in Sucre. Heute geht es aber wieder nach La Paz und dann ab in die Wärme nach Rurrenabaque.

Dienstag, 7. Januar 2014

Endlich Urlaub! (Teil 1)

Teil 1: Potosí

 

So, die Schule ist vorbei, also wird endlich Urlaub gemacht!

Nachdem wir Weihnachten gut übertanden haben (so anders als in Deutschland war es nicht, außer dass wir mit der Bescherung bis Mitternacht warten mussten), sind am 30. Dezember meine Schwester mit ihrem Freund und am 1. Januar mein Freund gekommen.
Nach einem Ausruhtag sind wir dann auch gleich mal auf unsere Reise durch Bolivien gestartet! Das erste Ziel hieß: Potosí.

Potosí ist eine Minenstadt auf ca. 4100m und ist somit die höchste bewohnte Stadt der Welt. Und natürlich auch die höchste Minenstadt der Welt.
Früher war Potosí eine der reichsten Städte, da im Cerro Rico (Reicher Berg) sehr viel Silber und viele andere (damals noch) wertvolle Mineralien abgebaut wurden. Allerdings wurde das komplette Silber nach Spanien überführt.
Mittlerweile werden immer noch Mineralien abgebaut, allerdings sind diese nicht mehr so wertvoll wie früher und so ist Potosí nicht mehr sehr reich. In den Minen wird aber immer noch gearbeitet und deshalb konnten wir auch eine besuchen.

Es ist Tradition, dass die Besucher der Mine den Minenarbeitern kleine Geschenke mitbringen. Zum Beispiel Coca, Zigaretten, Alkohol (96%) oder auch Dynamit. 


Vorher...

...und in der Mine

Der Gott der Minenarbeiter.
Die Männer in der Mine opfern Coca, Alkohol und Zigaretten an den Gott,
damit dieser ihnen reine Mineralien schenkt.