Donnerstag, 29. August 2013

Die ersten Tage Schule

So meine Lieben, 

die erste Woche Schule ist so gut wie geschafft. 
Am Montag haben wir erfahren (beziehungsweise beschlossen), dass wir dieses Jahr nicht in der Schule in Challapampa arbeiten werden.

So sind wir (Romina, Lovis und ich) mit unserem Herbergsvater Nelson in die Grundschule gegangen, um uns vorzustellen. Jeden Montag gibt es eine Reunion in der Schule mit den Direktoren der Grund- und Sekundarschule, den Lehrern, die keinen Unterricht haben und ein paar Elternvertretern. Dieses Mal hat Nelson uns vorgestellt und gleichzeitig erklärt, dass Leon am Montagfrüh nach Sucre musste, weil etwas mit der Beantragung seines Visums nicht geklappt hat. Somit sollten Lovis und ich dann diese Woche ersteinmal in der Grundschule arbeiten und Romina Leon in der Sekundarschule vertreten. Offiziell ist es aber so, dass Romina und ich in der Grundschule arbeiten und Lovis und Leon in der Sekundarschule eingesetzt werden.

Nach der Reunion sind wir mit dem Direktor der Grundschule dann noch in jede Klasse gegangen, wo er uns mit "Romin(a)", "Lovis/Lourdes" und "Hessica" vorgestellt hat. Na gut, das war zwar nicht ganz richtig, aber viele Kinder kennen uns trotzdem schon mit unseren richtigen Namen.
Danach gab es für uns nichts mehr zu tun und wir sind zurück ins Hostel gegangen.
Am nächsten Tag ist Romina dann im Hostel geblieben, weil es in der Sekundarschule für uns Dienstags nichts zu tun gibt. Lovis und ich sind dann 4 Stunden in die Vorschule (Inicial) gewesen und hatten danach Unterricht in der sechsten Klasse. In der Vorschule war es sehr chaotisch und laut, aber das ist ja in Deutschland nicht anders. Ich war froh, dass ich nicht alleine dort war und auch der Lehrer anwesend war. Theoretisch soll es auch so sein, dass die Lehrer anwesend sind im Unterricht, praktisch ist das aber nicht so. In der sechsten Klasse sollten wir dann auch direkt Englischunterricht geben. Wir haben improvisiert und mit ihnen die Zahlen bis 20 und ein paar Früchte wiederholt. Mit diesen wiederholten Wörtern haben wir dann auch gleich Galgenmännchen ("Hangman") gespielt, was sehr gut ankam.
Endlich wieder zuhause, haben wir dann eine Mittagspause gemacht. Es ist doch anstrengender, als man denkt.
Dienstagabend haben wir dann eine Email von unserer Organisation, Hostelling International Bolivia, bekommen, in der wir darüber informiert wurden, dass auch wir aufgrund unseres Visums spätestens am Sonntag in Sucre sein müssen. Das heißt also, dass wir am Samstagmorgen nach La Paz müssen, um von dort aus dann mit einem Nachtbus nach Sucre zu kommen.
Mit dieser Nachricht im Gepäck sind dann Gestern und heute Romina und ich in die Grundschule gegangen. Lovis ist dann stattdessen wieder zu der Boletería gegangen, um dort auszuhelfen. Romina und ich haben zusammen noch einmal die Vorschule und die fünfte Klasse unterrichtet und heute dann die zweite und vierte. Man hat jede Klasse einmal die Woche (außer die Vorschule), somit haben wir dann am Freitag die erste und dritte Klasse.

Ich freue mich zwar auf Sucre, allerdings nervt es ziemlich, dass wir danach im Prinzip wieder von vorne anfangen müssen. Mal sehen, wie das dann wird und ob uns die Kinder wiedererkennen. Romina und ich werden uns den Stundenplan aufteilen, so dass jeder zweimal die Woche frei hat und bei anderen Dingen, wie der Boletería, helfen kann. Allerdings werden wir das auch wieder ändern, wenn uns die Kinder zu anstrengend werden und wir das alleine nicht mehr bewältigen können.

Ansonsten ist hier auf der Insel nicht sehr viel los. Seit knapp zwei Wochen ist hier eigentlich ziemlich schlechtes Wetter. Es regnet andauernd (was sehr blöd ist, wenn die gewaschene Wäsche draußen trocknen soll), ist windig und kalt. Dadurch, dass es in Bolivien auch keine Heizungen gibt, ist es in den Zimmern auch immer kalt. Der einzige Ort, wo es manchmal warm ist, ist die Küche, wenn gekocht wird.

Ich hoffe, dass ich in Sucre mit Wlan dann auch ein paar Fotos hochladen kann, damit ihr endlich mal einen Eindruck davon bekommt, wie es hier auf der Isla so aussieht.
So, das war es erstmal von mir. Ich melde mich das nächste Mal dann aus Sucre wieder.

Kommentare:

  1. Kommt gut hin und wieder zurück. Und nicht nur das nachtleben in sucre genießen. Viel Glück mit dem visum.hdl

    AntwortenLöschen
  2. Hey süße, was ist denn nun mit dem Visum? Hat alles geklappt?
    Bin gespannt auf deinen Bericht über Sucre.
    Hab dich lieb.
    Steffi

    AntwortenLöschen