Donnerstag, 29. August 2013

Helft Bolivien!

Liebe Leute,
es gibt von Hostelling International eine Abstimmung. Das  Land mit den meisten Stimmen, bekommt Geld für ein soziales, ökonomisches oder ökologisches Projekt.
Hier in Bolivien gibt es unglaublich viele Plastiktüten. Und genau dort würde das Projekt ansetzen.

"No To Plasticbags In Rural Bolivia" 

(Nein zu Plastikbeuteln im ländlichen Bolivien)

Also, hier ist der Link zum Abstimmen:

http://www.hihostels.com/hostel/sustainability/
Ganz unten findet man die Weiterleitung zu der Abstimmung unter "Vote Here".

Stimmt fleißig ab, liebe Leute!

Die ersten Tage Schule

So meine Lieben, 

die erste Woche Schule ist so gut wie geschafft. 
Am Montag haben wir erfahren (beziehungsweise beschlossen), dass wir dieses Jahr nicht in der Schule in Challapampa arbeiten werden.

So sind wir (Romina, Lovis und ich) mit unserem Herbergsvater Nelson in die Grundschule gegangen, um uns vorzustellen. Jeden Montag gibt es eine Reunion in der Schule mit den Direktoren der Grund- und Sekundarschule, den Lehrern, die keinen Unterricht haben und ein paar Elternvertretern. Dieses Mal hat Nelson uns vorgestellt und gleichzeitig erklärt, dass Leon am Montagfrüh nach Sucre musste, weil etwas mit der Beantragung seines Visums nicht geklappt hat. Somit sollten Lovis und ich dann diese Woche ersteinmal in der Grundschule arbeiten und Romina Leon in der Sekundarschule vertreten. Offiziell ist es aber so, dass Romina und ich in der Grundschule arbeiten und Lovis und Leon in der Sekundarschule eingesetzt werden.

Nach der Reunion sind wir mit dem Direktor der Grundschule dann noch in jede Klasse gegangen, wo er uns mit "Romin(a)", "Lovis/Lourdes" und "Hessica" vorgestellt hat. Na gut, das war zwar nicht ganz richtig, aber viele Kinder kennen uns trotzdem schon mit unseren richtigen Namen.
Danach gab es für uns nichts mehr zu tun und wir sind zurück ins Hostel gegangen.
Am nächsten Tag ist Romina dann im Hostel geblieben, weil es in der Sekundarschule für uns Dienstags nichts zu tun gibt. Lovis und ich sind dann 4 Stunden in die Vorschule (Inicial) gewesen und hatten danach Unterricht in der sechsten Klasse. In der Vorschule war es sehr chaotisch und laut, aber das ist ja in Deutschland nicht anders. Ich war froh, dass ich nicht alleine dort war und auch der Lehrer anwesend war. Theoretisch soll es auch so sein, dass die Lehrer anwesend sind im Unterricht, praktisch ist das aber nicht so. In der sechsten Klasse sollten wir dann auch direkt Englischunterricht geben. Wir haben improvisiert und mit ihnen die Zahlen bis 20 und ein paar Früchte wiederholt. Mit diesen wiederholten Wörtern haben wir dann auch gleich Galgenmännchen ("Hangman") gespielt, was sehr gut ankam.
Endlich wieder zuhause, haben wir dann eine Mittagspause gemacht. Es ist doch anstrengender, als man denkt.
Dienstagabend haben wir dann eine Email von unserer Organisation, Hostelling International Bolivia, bekommen, in der wir darüber informiert wurden, dass auch wir aufgrund unseres Visums spätestens am Sonntag in Sucre sein müssen. Das heißt also, dass wir am Samstagmorgen nach La Paz müssen, um von dort aus dann mit einem Nachtbus nach Sucre zu kommen.
Mit dieser Nachricht im Gepäck sind dann Gestern und heute Romina und ich in die Grundschule gegangen. Lovis ist dann stattdessen wieder zu der Boletería gegangen, um dort auszuhelfen. Romina und ich haben zusammen noch einmal die Vorschule und die fünfte Klasse unterrichtet und heute dann die zweite und vierte. Man hat jede Klasse einmal die Woche (außer die Vorschule), somit haben wir dann am Freitag die erste und dritte Klasse.

Ich freue mich zwar auf Sucre, allerdings nervt es ziemlich, dass wir danach im Prinzip wieder von vorne anfangen müssen. Mal sehen, wie das dann wird und ob uns die Kinder wiedererkennen. Romina und ich werden uns den Stundenplan aufteilen, so dass jeder zweimal die Woche frei hat und bei anderen Dingen, wie der Boletería, helfen kann. Allerdings werden wir das auch wieder ändern, wenn uns die Kinder zu anstrengend werden und wir das alleine nicht mehr bewältigen können.

Ansonsten ist hier auf der Insel nicht sehr viel los. Seit knapp zwei Wochen ist hier eigentlich ziemlich schlechtes Wetter. Es regnet andauernd (was sehr blöd ist, wenn die gewaschene Wäsche draußen trocknen soll), ist windig und kalt. Dadurch, dass es in Bolivien auch keine Heizungen gibt, ist es in den Zimmern auch immer kalt. Der einzige Ort, wo es manchmal warm ist, ist die Küche, wenn gekocht wird.

Ich hoffe, dass ich in Sucre mit Wlan dann auch ein paar Fotos hochladen kann, damit ihr endlich mal einen Eindruck davon bekommt, wie es hier auf der Isla so aussieht.
So, das war es erstmal von mir. Ich melde mich das nächste Mal dann aus Sucre wieder.

Sonntag, 25. August 2013

Morgen geht die Schule los!

Das habe ich aber auch schon lange nicht mehr gesagt!
Zumindest war ich schon lange nicht mehr so aufgeregt, wenn ich das sage.

Morgen fangen wir dann wirklich mit dem Arbeiten an. Genau wissen wir noch nicht wirklich, welche Klassen wir wann und wo unterrichten, aber das finden wir Morgen sicherlich heraus.

Am Mittwoch sind Leon und Lovis, die anderen beiden Freiwilligen, auf der Insel angekommen. Seitdem ist das Wetter hier nicht mehr sehr gut. Ob das zusammenhängt?!
Aber es wird wieder besser, schließlich ist das hier die Sonneninsel.

Ansonsten haben wir unsere Zeit damit vertrieben die ersten Bolivianer kennenzulernen.
Es gibt hier auf der Insel drei Gemeinden.
Die meisten Touristen laufen einmal über die Insel und durchqueren dabei alle drei Gemeinden. Wie es in vielen anderen Ländern auch ist, gibt es drei "Boleterías" (also quasi Mautstellen), eine für jede Gemeinde, an denen man eine Art Wegzoll zahlen muss. Dieses Geld wird dann für Schulmaterial benutzt, öffentliche Gebäude beziehungsweise Anschaffungen zu realisieren oder um die älteren Bewohner zu unterstützen.
Hier in Challa gibt es außerdem seit ungefähr vier Wochen eine kleine "Zahnarztpraxis". Das heißt, dass freiwillige Zahnärzte (auch aus Deutschland) herkommen, um kostenlose Behandlungen durchzuführen und den Einheimischen zu zeigen, wie man die Zähne putzt. Zum Großteil werden die Kosten von der Organisation "Dentists and Friends" (http://www.dentists-and-friends.de/) und "Hostelling International" übernommen und durch Spenden abgedeckt.
Hier ist es sehr nötig, dass den Kindern gezeigt wird, wie man Zähne richtig pflegen kann. Die meisten der älteren Bewohner haben nämlich kaum noch Zähne oder nur sehr schlechte.


Ansonsten, melde ich mich in den nächsten Tagen wieder, um euch von meinem ersten Schultag zu berichten!


Falls euch meine Ausführungen nicht ausführlich genug sind oder ihr mal eine andere Meinung hören wollt, könnt ihr euch gerne die Blogs meiner Mitfreiwilligen durchlesen:
Romina, Lovis und Leon

Samstag, 17. August 2013

Isla Del Sol

So, Ich bin endlich auf der Isla angekommen.

Der erste Tag war sehr anstrengend, schließlich war die Reise lang und wir waren müde.
Romina und ich teilen uns ein kleines, aber niedliches Zimmer in einem kleinen Hostel auf der Insel.Wir wohnen mit Nelson und Sol, unserern Hosteleltern, und ihrer kleinen Tochter, Cielo, zusammen. Die drei sind alle super nett und Cielo ist ein kleiner, süßer Wirbelwind.
Auf dem Gelände halten sie auch noch Negra, eine schwarze Hündin, und zwei Hühnerkücken. Generell ist es auf der Insel so, dass alle Tiere, egal ob Esel, Schwein, Hund oder Schaf frei herumlaufen und zum Beispiel aus dem See trinken. Schon amüsant, wenn man aufwacht, aus dem Fenster sieht und am Strand Schafsherden mit Kühen und Esel entlang spazieren. Atemberaubende Aussicht, an die man sich defintiv gewöhnen kann!

Ansonsten haben wir noch nicht viel gemacht, da Lovis und Leon noch nicht da sind und wir mit ihnen zusammen klären müssen, wer wo arbeiten wird. Theoretisch ist aber am Montag unser erster Arbeitstag. Ich bin schon sehr gespannt
Geplant ist es so, dass zwei von uns in Ch`alla, also unserem Dorf, arbeiten und die anderen beiden im Nachbardorf, Ch`allapampa. Allerdings gab es mit den vorherigen Freiwilligen wohl einige Probleme, so dass die Lehrer im Nachbardorf keine weiteren Freiwilligen wünschen. Brauchen sie uns nicht, werden wir sehen, wie wir es aufteilen.


Wir haben den Tag heute in Copacabana verbracht, um einkaufen zu gehen und das Internet nutzen zu können. Gleich müssen wir aber wieder auf das Boot, um wieder 2 Stunden zurück auf die Insel zu fahren, mal sehen, was uns dann dort so erwartet.

Bis demnächst! Dann hoffentlich mit Fotos!

Dienstag, 13. August 2013

Postadresse

Hi,

Viele haben mich schon gefragt, an welche Adresse man mir Post schicken kann.
Endlich habe ich die Antwort :)
Die Adresse ist in La Paz, das heißt ich kann sie mir nur abholen, wenn ich hier bin.

Lourdes Aliaga
(Jessica Wurst Vol. HI-B)
Calle Colombia #257
Galeria Colonial P.B. OF#6
Hostelling International
72520009
La Paz, Bolivia

So, ich gehe jetzt ins Bett, schließlich stehe ich morgen früh auf.

Denn ich bin (endlich) reif für die Insel!

Santa Cruz II y La Paz

Das Internet wollte nicht, dass ich noch weitere Fotos hochlade. Aber ich habe es ausgetrickst und deshalb folgen hier jetzt noch weitere Informationen und Fotos.

Auf dem Vorbereitungsseminar in Santa Cruz haben wir viel über die Geschichte Boliviens erfahren. Außerdem auch Regeln und Bräuche, die man in Bolivien beachten sollte. Zum Beispiel, begrüßt man jeden mit den Worten "Buenos dias, qué tal" (Guten Tag, wie geht es?) oder angepasst je nach Uhrzeit mit Buenas Tardes (Guten Abend) oder Buenas Noches (Gute Nacht).
Abends sind wir dann in einem Restaurant essen gewesen. Auf dem Foto sieht man die Aussicht, die man von dem zweiten Restaurant hatte.
Das ist der zentrale Platz in Santa Cruz


Das Essen hier ist super lecker, nur meistens sehr viel. Hier unten könnt ihr eine Vielfalt von einem Buffett während des Seminar sehen.


In der Jugendherberge habe ich das erste Mal Coca Tee getrunken: Schmeckt im Grunde wie Grüner Tee.



Heute waren wir auf einem Markt in La Paz und haben viele Dinge gekauft, unter Anderem eine Mütze und einen Geldgürtel.
Coca haben wir uns auch gekauft. Dieses Mal aber Coca Blätter, die man sich in heißem Wasser kochen kann und dann Coca Tee hat. Noch haben wir es nicht ausprobiert, ich bin aber schon gespannt, ob es anders schmeckt, als der fertige aus dem Teebeutel.

Meine Errungenschaften vom Markt heute
Das in der Tüte sind Coca Blätter


In La Paz war heute ein Streik, so dass wir nicht, beziehungsweise nur wenig mit dem öffentlichen Bus fahren konnten. So mussten wir die meiste Zeit laufen, was bei einer so bergigen Stadt auf 4000 Metern sehr anstrengend ist. Aber ich muss auch sagen, dass ich heute schon viel besser mit der Luft klar komme, als gestern. Ich bin optimistisch, dass das auf der Insel also nicht allzu schlimm wird!

Morgen früh fahren wir dann, mit noch mehr Gepäck, als wir sowieso schon haben (schließlich waren wir auf dem Markt) nach Copacabana. Dort treffen wir dann die Freiwilligen, die ihren Freiwilligendienst schon absolviert haben, um mit ihnen die wichtigsten Informationen auszutauschen.
Von dort aus geht es mit dem Boot ca. 2 Stunden lang nach Ch`alla, auf die Isla del Sol, wo wir unser restliches Jahr verbringen werden.
Ich weiß noch nicht, inwieweit ich dort Internet oder Empfang mit dem Handy habe, also weiß ich auch noch nicht, wann ich mich melden kann.
Bis demnächst,
Saludos de La Paz

Und hier noch ein paar Eindrücke aus La Paz

Das ist der Bus, mit dem wir von Santa Cruz nach La Paz gefahren sind
Romina und ich im Bus nach La Paz

Hier sieht man eine Straße in der Nähe des Marktes und im Hintergrund einen
(wenn nicht sogar den höchsten) Berg in La Paz

Das war der Blick aus dem Bus, als wir in La Paz ankamen

Montag, 12. August 2013

Santa Cruz

Buenos Tardes,

So, endlich komme ich mal dazu, euch von meinem Kurzaufenthalt in Santa Cruz zu erzählen.
Von der Reise habe ich ja schon im vorherigen Post erzählt. Jetzt kommen aber auch endlich mal ein paar Bilder vom Flug und Santa Cruz.

Flug von Frankfurt nach Madrid

Die Anden auf dem Weg von Lima (Perú) nach La Paz (Bolivien)

Titicacasee von oben

In Santa Cruz haben wir dann in dem Hostel Jodanga (http://www.jodanga.com/) gewohnt. Dort gab es sogar einen kleinen Pool. Allerdings hat sich niemand getraut reinzuspringen, da die Außentemperatur (zumindest am ersten Tag) ungefähr 16°C betrug.
Am nächsten Tag wurde es zwar dann schon besser, aber dann sind wir ja auch schon wieder abgereist. 

Der Pool im Hostel


Samstag, 10. August 2013

Endlich Angekommen!

¡Bienvenidos!

So, nach insgesmt 36 Stunden Anreise bin ich endlich in Santa Cruz angekommen.
Die ersten beiden Flüge, von Frankfurt a.M. nach Madrid und weiter nach Lima, Peru, waren zwar lang aber angenehm. Man konnte Musik hören, Fernsehen und beim Überseeflug schlafen.
In  Lima hatten wir dann vier Stunden Aufenthalt und so spannend ist der Flughafen dort nicht.
Als es dann endlich weiter nach Bolivien ging, wurde uns nach einiger Zeit mitgeteilt, dass wir keinen Direktflug haben, sondern eine Zwischenlandung in La Paz vorgesehen ist. Die Landung dort war sehr schauklig und holprig, so dass sich viele das Flugzeugessen noch einmal durch den Kopf gehen ließen...
Ansonsten ist La Paz von oben aber sehr sehenswert, da die Stadt in einer Art Bergkrater liegt und in sich einen Höhenunterschied von gut einem Kilometer hat.
La Paz machte einen sehr braunen, trockenen Eindruck im Gegensatz zu Santa Cruz, wo wir wenig später landeten. Santa Cruz liegt rund 3000 Meter niedriger und ist größten Teils grün. Was für ein Kontrast!

Im Moment ist es bei uns halb acht am Morgen und wir warten darauf endlich frühstücken zu können.
Heute und Morgen haben wir noch eine Art Vorbereitunsseminar hier in Santa Cruz. Dann geht es Morgen Abend nach La Paz weiter, damit wir uns an die Höhe gewöhnen können. Und nach zwei weiterenTagen geht es dann endlich auf die Isla Del Sol!

Nachher werde ich dann auch mal versuchen ein paar Fotos zu posten.

¡Saludos de Santa Cruz!